Knochenleitungshörgeräte

Was sind implantierbare Knochenleitungshörgeräte und für wen sind sie geeignet?

Wenn bei Problemen des äußeren Ohres und Mittelohres kein konventionelles Hörgerät getragen werden kann, stehen Knochenleitungshörgeräte als mögliche Lösung zur Verfügung. Knochenleitungshörgeräte werden direkt am Schädelknochen befestigt. Durch diese direkte Ankopplung an den Schädelknochen müssen Hörimplantate weniger Verstärkung leisten als herkömmliche Hörgeräte und weisen daher einen besseren Klangeindruck auf.

Typische Anwendungsbereiche für ein implantierbares Hörgerät sind:

  • Ohrfehlbildung und Verschluss des Gehörgangs (Atresie)
  • chronische Mittelohr- oder Gehörgangsentzündung (Otitis media oder externa)
  • Unverträglichkeit eines Ohrpassstückes herkömmlicher Hörgeräte
  • immer wieder auftretende Ohrsekretion
  • akustische Rückkopplung (Feedback)
  • Otosklerose
  • einseitige Taubheit

Funktionsweise:
Anders als konventionelle  Hörgeräte geben knochenverankerte Hörhilfen den verstärkten Schall direkt über den Knochen an das Innenohr und umgehen somit den Gehörgang und das Mittelohr.

Es existieren verschiedene Modelle für unterschiedliche Ausprägungen der Schwerhörigkeit. In vielen Fällen lässt sich mit einer ambulanten Untersuchung der Höreindruck mit solch einem Hörgerät einfach simulieren. Welches Modell für Sie die optimale Lösung bietet, entscheiden wir mit Ihnen nach den entsprechenden Tests.


© Cochlear Limited 2020

© Cochlear Limited 2020

Auf der linken Seite des Bildes ist eine direkte Verbindung zum Schädelknochen über eine Schraube zu sehen. Die rechte Bildhälfte zeigt eine Verbindung über Magnetkopplung dar.


© Cochlear Limited 2020
Zu sehen sind die dazugehörigen Prozessoren mit den unterschiedlichen Verstärkungen.


© MED-EL
Knochenleitungshörgerät (MED-EL) mit dem dazugehörigen Prozessor
 

 

Der operative Eingriff dauert etwa 30 Minuten und kann in örtlicher Betäubung vorgenommen werden. Die Einheilung des Wandlers in den Knochen dauert etwa sechs Wochen. Danach wird das Hörgerät individuell angepasst. Das Hörgerät  selbst wird mit einer Magnetkopplung  oder einem Schnappverschluss an der Verankerung befestigt und kann jederzeit leicht angesetzt und wieder abgenommen werden (z. B. zum Baden oder Schwimmen).

Weitere Informationen zu Knochenleitungshörgeräten der verschiedenen Hersteller können Sie unter folgenden Links finden:

Cochlear BAHA

MED-EL BoneBridge




Ansprechpartnerin

Srebrena Koch

Dr. rer. nat. Srebrena Koch
Tel. 06621 / 88 921710
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Dr. rer. nat. Srebrena Koch

Srebrena Koch

Dr. rer. nat. Srebrena Koch

Biologin (Audiologie, CI-Anpassung)
HNO


Klinikum Bad Hersfeld GmbH
Seilerweg 29
36251 Bad Hersfeld


Tel.: 06621 / 88 921710
Fax: 06621 / 88 1717

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